Klassentreffen par excellence

Veröffentlicht: 16. November 2010 in Unmögliche Situationen

Mein 25-jähriges Grundschulklassentreffen. Wenn ich ehrlich bin, war ich schon ein wenig aufgeregt. Aufgrund eines weitern Termins am Abend konnte ich nur zum Empfang in unserer Grundschule. Ehrfürchtig betrat ich die ehemals heiligen Hallen und ging in meinen allerersten Klassenraum. Den der Klasse 1a, im Jahre 1981.

Diana und Sven, die das Ganze organisiert haben, hatten ganze Arbeit geleistet. Sekt, O-Saft und Knabbereien stehen auf den kleinen Tischen. Wir begrüßen uns kurz und schon geht mein Visieren los.

Dort steht Silke, die ich schon seit Ewigkeiten nicht gesehen hatte, steht da. Schön und sympathisch wie eh und je. Und obwohl wir uns lange nicht gesprochen haben, stockt unser Gespräch keine Sekunde. Sie ist mittlerweile Mutter von Zwillingen und glücklich verheiratet. Es freut mich wahnsinnig, sie so erfüllt zu sehen.

Sandra, eine Klassenkameradin, mit der ich auch auf der Orientierungsstufe war, stellt sich als Technikfeind heraus. Sie scheint die einzige zu sein, die noch nichts von meinem „Ruhm“ gehört hatte. Das war auch das einzig nervige an dem Treffen. Meine beiden Lehrer begrüßten mich mit: „Daniela Matijevic! Bekannt aus Film und Fernsehen!“

Hm, heute Abend wäre ich einfach gerne die Dani! Claudia und Marion stehen zusammen und unterhalten sich. Mit C. hatte ich bereits einen netten Chat auf Facebook. M. hat sich in all den Jahren gar nicht verändert. Ich bin erstaunt. 3 Lesben in einer Klasse. Wahnsinn!!!

Alexander hat sich irre verändert. Als Kinder haben wir viel zusammen gespielt. Er war der etwas pummelige, immer grummelige Introvertierte. Heute ist er ein Strahlemann. Kommunikativ und Vater von 2 hinreißenden Kindern.

Roland, heute Jurist, hatte damals eine Brille, mit der man Ameisen verbrennen konnte. Heute lächelt mich ein attraktiver, athletischer Mann an, dessen Charme mich umwirft.

Corinna, meine damals beste Freundin, hat vor kurzem ihr 2. Kind bekommen und ist mit Leib und Seele Kindergärtnerin. Schön sie wieder zu sehen.

Jens, offenkundig unglücklich, lächelt sporadisch. Mehr erschließt sich mir nicht.

Stefan, den ich immer so toll fand, weil er sich so weggeschmissen hat, wenn er gelacht hat, ist heute ein glücklicher Landwirt, dem die Lebensfreude aus dem Gesicht springt.

Frau G., meine damalige Klassenkameradin, quetscht mich zu meinem Beruf und meinem Beruf aus. Irre, sie war die erste Frau, der ich: Ich mag dich! gesagt habe. Selbst heute, mit 68 sieht sie knackig aus.

Herr S., der ehemalige Rektor, ist noch immer so ein Witzbold. Und trotzdem noch immer dieselbe Respektsperson wie früher.

Andreas, der mir erzählte, dass er vor Jahren besoffen in meiner Studentenwohnung war, wirkt angespannt. Hätte mich gerne länger mit ihm unterhalten…

Birgit, die stille Klassenbeste von früher, ist eine selbstbewusste, glückliche Mama, der man ansieht, dass sie ihr Leben genießt.

 

Alles in allem war es wunderschön sie alle wieder zu sehen. Die Zeit war gnädig zu uns. Ich wünsche mir, dass es für uns alle so weiter geht! Fühlt euch umarmt!

Eure Dani

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