Putin & Janukowitsch – Pest schützt Cholera

Veröffentlicht: 27. Februar 2014 in Uncategorized

Fassungslos und voller Mitgefühl beobachtete ich, wie viele andere Demokraten dieser Welt, die historische Nacht auf dem Maidan in Kiew (Reuters sei Dank). Die über hundert Menschen, die in der Nacht der Gewalt zum Opfer gefallen sind, werden heute respektvoll die „heiligen Hundert“ genannt.

Es ging aus, wie wir uns das alle seit November letzten Jahres von Herzen gewünscht haben. Janukowitsch gestürzt, Timoschenko frei gelassen und die Opposition in der Oberhand.

Man könnte meinen, nun wäre alles gut. Wäre da nicht dieser egomanische, selbstgerechte und narzisstische Misanthrop Putin, der – an dieser Stelle darf man sich gerne ungläubig an den Kopf fassen – Janukowitsch sowohl Schutz gewährt, als auch über 150.000 Soldaten an der ukrainischen Grenze in Kampfbereitschaft befiehlt.

Das Studium der Rechtswissenschaften lehrte mich subjektiven und objektiven Tatbestand pragmatisch zu untersuchen und zu subsummieren. Die Logik sagt mir, dass es nicht vorstellbar ist, dass Putin sich tatsächlich so weit aus dem Fenster lehnt und quasi der ganzen Welt mit seinem Patriarchat die Stirn bietet. Ist ihm Janukowitsch eine internationale Krise wert? Meine Erfahrung mit Putins „Politik“ allerdings sagt mir zähneknirschend: diesem Mann muss man alles zutrauen!!!

Dass er Snowden Asyl gewährte, ließ ihn kurzzeitig sympathisch wirken. Doch spätestens seit Sochi und den zum Himmel schreiend ungerechten Neuerungen russischer Gesetze ist uns allen klar, mit was für einem herrschsüchtigen Machtmenschen wir es hier zu tun haben.

Putin (ihr wisst schon: der, der alles und jeden hasst, der nicht mit seiner Bonanza-Mentalität konform geht) lässt tatsächlich durch seinen Verteidigungsminister klar stellen, dass sämtliche in den letzten 24 Stunden positionierten Truppen an der ukrainischen Grenze kampfbereit und kampfwillig seien.

Derzeit bildete sich in der Ukraine eine Übergangsregierung, die Mut macht und Hoffnung aufkommen lässt. Ziemlich zeitgleich wurde ein Regierungsgebäude von Pro-Russischen Fundamentalisten besetzt.

Es herrscht Chaos und Anarchie in dem kleinen, einst friedlichen Staat an der Krim. Ich hoffe inständig, dass die EU sich endlich als die Gemeinschaft erweist, für die sie sich ausgibt. Es war niemals wichtiger geschlossen der Tyrannei die Stirn zu bieten, wie heute! Dass Rasmussen stellvertretend für die NATO bereits ein Signal an Putin sandte, in dem er ihn aufforderte sämtliche Maßnahmen zu unterlassen, die die Lage verschärfen könnte, stimmt mich noch nicht wirklich zuversichtlich.

Wie seht ihr das?

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