Archiv für die Kategorie ‘Unmögliche Situationen’

Ernesto, das Eichhörnchen

Veröffentlicht: 13. Mai 2011 in Unmögliche Situationen

Am vergangenen Wochenende haben Merle und ich einen für meine Verhältnisse ausgedehnten Spaziergang gemacht. Wundervolles Wetter, eine ruhige, friedliche Umgebung und viel Stille. Herrlich. Genau das, was ich momentan brauche.

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein sehr großes Herz für Tiere habe und mich für jedes noch so kleine Wesen begeistern kann. So auch hier geschehen.

Direkt vor uns, vielleicht 12 Meter entfernt, hüpft ein Eichhörnchen über unseren Weg und ist im Begriff im Gebüsch zu verschwinden, als ich reflexartig rufe:

„Hey, mein Freund, komm mal her.“

Das Tier hält an und schaut zu uns herüber. Merle steht wie angegossen da und sagt:

„Wenn der jetzt kommt, fresse ich einen Besen!“

Ich rede weiter auf den kleinen Kerl ein, dem ich zu dem Zeitpunkt schon den Namen „Ernesto“ gegeben hatte (nicht wundern. Bei mir hat ALLES einen Namen.) und versuche ihn mit Geräuschen zu locken.

Tatsächlich. Ernesto macht ein paar kurze Hüpfer auf uns zu und schaut uns an. Ein mutiger kleiner Kerl…

Er hüpft weiter. Uns trennen vielleicht noch 5 Meter. Merle neben mir ist mucksmäuschenstill geworden.

Ich strecke meine Hand aus und rufe ihn erneut und – UNFASSBAR – das Eichhörnchen traut sich auf 2 Meter an uns heran, verharrt… –

und verschwindet leider im Gebüsch.

Eine Spaziergängerin kam von der anderen Seite auf uns zu und hat Ernesto vertrieben (das rede ich mir zumindest gerne ein ;-)). Merle macht gerne den Scherz, dass Ernesto wahrscheinlich jetzt bei mir auf der Schulter sitzen würde, wenn uns niemand entgegen gekommen wäre.

*seufz*

Wie auch immer – ein tolles Erlebnis!!!

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Dinner in the dark

Veröffentlicht: 15. April 2011 in Unmögliche Situationen

Zu Weihnachten bekam ich von meiner Freundin ein „Dinner in the dark“ geschenkt, dass ich unauffällig hier und da schon als optimales Geschenk ins Gespräch gebracht hatte. Und ich freute mir ein Loch in den Bauch, als ich den Gutschein in den Händen hielt, der einen ausgesprochen interessanten Abend vorhersagte. Man saß mit einigen unbekannten Menschen in einem stockdunklen Raum und aß ein Drei-Gänge-Menü.

Gesagt, getan. Also auf zum „Dinner in the dark“. Es fand in einem Hotel statt, das bereits äußerlich sehr ansprechend aussah. Als Merle und ich die Eingangshalle betreten, werden wir vom Personal sehr höflich und aufmerksam empfangen. Ein paar nette Worte, eine Runde Sekt und ein Quentchen mehr Aufregung später sitzen wir mit einem anderen Paar in der Lobby und harren der Dinge, die da kommen.

Es sind um die 50 Menschen, die mittlerweile eingetroffen sind und nun am Eingang des Saales stehen, in dem das Event stattfinden soll. Die Mitarbeiter des Hotels gruppieren immer 5 Leute, verbinden ihnen die Augen und führen sie in den noch nicht abgedunkelten Raum. Insgeheim befürchte ich schon die Entführung eines SM-Rings, der sich so willige Opfer sucht und sehe mich mit einem Schild unter meinem Kinn in den Nachrichten, auf dem steht: „Daniela, bereits 76 Tage in Gefangenschaft der Sadistenvereinigung Hase West“, doch schnell verwerfe ich den beknackten Gedanken.

Auch Merle und ich werden an den Tisch geführt und merken schnell, dass wir mit 6 anderen Leuten am Tisch sitzen. Kein Lichtstrahl dringt durch die Augenbinde und ich frage in die Runde, wer denn noch so um uns herum sitzt. Ich bin sehr erstaunt, als sich ausnahmslos ALLE mit Vornamen melden und kein einziger auf die Idee käme den anderen zu siezen. Offenkundig fällt mit der Fähigkeit zu sehen auch die Hemmung vertraulich mit Fremden umzugehen.

Das Licht wird ausgeschaltet, wir nehmen die Augenbinden ab. Der Saal ist stockduster und man sieht nicht mal die eigene Hand vor Augen. Kurz stelle ich mir vor, wie 50 erwachsene Menschen ihre Hände vor die Gesichter pressen… Konzentrieren, Dani, was registrierst du?

Die Leute an unserem Tisch kichern unsicher vor sich hin und jeder versucht seinen Essbereich zu erkunden. Erstmal ertasten, wo das Wasserglas steht, der Teller, das Besteck. Mein Wein wird geliefert. Ich nehme ihn meiner Nachbarin ab, die ihn mir vorsichtig reicht. MIST. Ob Rotwein wohl aus meinem Longsleeve zu waschen ist???

Der erste Gang wird geliefert. OK, mal schauen, ob ich darauf komme, was es ist. Schmeckt ein wenig wie Fisch mit Schokoladensauce. Quatsch, sowas wird es nicht sein. Konzentrier dich, Dani. Angestrengt versuche ich Messer und Gabel zivilisiert zu benutzen. Klappt nicht. Irritiert frage ich: „Sagt mal, kriegt ihr das mit dem Besteck hin?“ Aufatmen mir gegenüber. Christine ruft: „Neeee, ich benutz die Finger!“ Gute Idee!

Mein Tipp erweist sich als fast richtig. Es ist tatsächlich Lachs mit einer seltsam klingenden Senfsauce. Ok, Gruss an die Geschmacksknospen: REISST EUCH MAL ZUSAMMEN!!!

Der zweite Gang ist nicht wirklich lecker, aber dafür sehr witzig mit den Fingern zu ertasten. Kurz bin ich sehr glücklich darüber, dass das Licht aus ist. So dürfte niemand bemerkt haben, dass mir gerade ein Stück Pute in hohem Bogen zur Seite geflogen ist. Ich grinse, als ich mir vorstelle, wie der Raum wohl aussieht, wenn das ALLEN Gästen passiert. Merle kichert zu mir herüber: „Witzig, ich bediene mich schon die ganze Zeit vom Baguette meiner Nachbarin. Die wird sich schon wundern, warum es immer weniger wird.“

Beim Nachtisch bin ich mir nicht sicher, ob es Milchreis oder Styropor gibt. Schmeckt auf jeden Fall sehr neutral. Die Gespräche am Tisch werden immer angeregter. Mittlerweile weiß ich wo jeder arbeitet, wo sie alle herkommen und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Witzig, wieviel Hemmung fällt, wenn man sich nicht in die Augen sehen kann.

Das Licht geht an und wir haben alle Schwierigkeiten uns an die grellen Neonlichtstrahlen zu gewöhnen. Wir beäugen uns neugierig und plötzlich hat die Stimme ein Gesicht. Komisch, plötzlich fällt kein persönliches Wort mehr. Es scheint, als seien alle aus einem „Freundschaftskoma“ erwacht. Alle sind darauf bedacht möglichst schnell ihr Getränk zu leeren. Auch die Unterhaltungen verlagern sich nur noch ausschließlich zu den Personen, mit denen alle gekommen sind.

Die Verabschiedung fällt spärlich aus. Ein kurzes „schönen Abend noch“, ein Kopfnicken und ein Winken und schon stoben alle aus dem Saal.

Wie auch immer, es war eine sehr interessante Erfahrung Nahrung einmal zu ERLEBEN und nicht nur von den Augen kategorisiert stumpf in sich hinein zu mampfen.

Ein toller Abend, eine witzige Idee. Doch jetzt bin ich froh alles wieder ganz genau SEHEN zu können…

Stilblüten, die II.

Veröffentlicht: 8. Februar 2011 in Unmögliche Situationen

Ich habe auf http://www.beeindruckendes.de wieder Stilblüten gefunden, bei denen ich mich weggeschmissen habe. Seht selbst:

 

* Der Papst lebt in einem Vakuum.

* In Frankreich hat man die Verbrecher früher mit einer Gelatine hingerichtet.

* Bei uns hat jeder sein eigenes Zimmer. Nur Papi nicht, der muss immer bei Mami schlafen.

* Die Fische legen Leichen ab, um sich zu vermehren.

* Meine Eltern kaufen nur das graue Klopapier, weil es schon mal benutzt wurde und umweltfreundlich ist.

* Mein Bruder ist vom Baum gefallen und hatte eine Gehirnverschüttung.

* Ein Pfirsich ist wie ein Apfel mit Teppich.

* Wenn man kranke Kühe ist, kriegt man ISDN.

* Ich bin zwar nicht getauft, dafür aber geimpft.

* Nachdem die Menschen aufgehört haben Affen zu sein, wurden sie Ägypter.

* Der Zug hielt und die Menschen entleerten sich auf den Bahnsteigen.

* Luther schlug seine 95 Prothesen an die Kirchentür.

* Als der Hund anfing zu bellen, ging meine Mutter raus und stillte ihn.

* Ein Kreis ist ein rundes Quadrat.

* Wir gingen an einem Geburtshaus vorbei. Eine Gebärmutter schaute heraus und winkte uns zu.

* Meine Schwester ist sehr krank. Sie nimmt jeden Tag eine Pille. Sie tut das, damit sich meine Eltern keine Sorgen machen.

* Die Bibel der Moslems heißt Kodak.

* Mein Papa ist ein Spekulatius. Er verdient sein Geld an der Börse.

* Unter der Woche wohnt Gott im Himmel. Am Sonntag kommt er in die Kirche.

* Eigentlich ist Adoptieren besser. Da können sich die Kinder ihre Eltern aussuchen und müssen nicht alles nehmen was kommt.

* Am Wochenende ist Papa Sieger im Kaninchenwettbewerb geworden.

* Männer können keine Männer heiraten, weil dann keiner das Brautkleid tragen kann.

* Regenwürmer können nicht beissen, weil sie vorne und hinten nur Schwanz haben.

* Kühe dürfen nicht schnell laufen, damit sie ihre Milch nicht verschütten.

* Graf Zeppelin war der erste der in verschiedene Richtungen schiffen konnte.

* Vor 14 gab es in der Kneipe meiner Eltern eine Schlägerein wegen einer Frau die sich auf der Straße fortpflanzte.

* Vorgestern kam mein Vater spät nach Hause. Er hatte sich im Stadtpark vergangen.

* Der Tierpark ist toll. Da gibt es Tiere, die gibt es gar nicht.

Heute nachmittag habe ich spontan meine Schwester besucht, ihr wisst schon, die mit den zwei hinreißenden Kindern. Viktoria, 16, bildhübsch, intelligent, smart und Nikolas, 11, bildhübsch, sauintelligent, witzig. (Jaaaaa, ich bin WIRKLICH mit denen verwandt!).

 

Nikolas war total enttäuscht, dass seine Verabredung mit Finn, einem Klassenkameraden von ihm, geplatzt ist und schluffte mit hängenden Ohren durchs Haus. Als er mich sah, erhellte sich sein Gesicht und er verpflichtete mich nicht mehr gehen zu dürfen, bis er ins Bett müsse (wer sich vielleicht noch erinnert: Nikolas und ich haben ein ganz besonderes Verhältnis zueinander – siehe auch  Liebeserklärung an N.). Er schrieb eilig einen Satz auf ein Stück Papier und zeigte ihn mir. Mein Kommentar: „Mein Freund, dein S sieht aus wie ein J mit einem Schlaganfall.“ Niko kringelte sich vor Lachen und ich beschloss spontan ihn ins Kino zu entführen. Seine Augen leuchteten auf, wir zogen uns schnell an und ab ins Auto.

Gesagt, getan. Wir kaufen uns Karten für „Kokowääh“ und haben noch eine halbe Stunde Zeit bis der Film beginnt. Also setzen wir uns in Osnabrück ins Garbo (jeder der es kennt weiß wie toll die Aussicht ist) und fangen an uns zu unterhalten.

Nikolas ist ein sehr begabter und hochintelligenter junger Mann. Er wurde in den Fächern Physik und Mathematik auch schon für Hochbegabte gefördert. Uns zeichnet ein sehr erwachsener Unterhaltungsstil aus. Viele sind verwundert, wenn sie mitbekommen, was dort für Worte aus dem Mund eines 11-jährigen kommen, doch heute hat es selbst mir die Schuhe ausgezogen.

 

Niko: „Ich bewundere, Teta, dass du so viel Phantasie hast. Ich bin ein Logiker. Für mich ergibt etwas Sinn, wenn es errechenbar ist.“ Ich denke: du süßer, kleiner Muck. Toll, wie du dich ausdrückst. Ich sage: „Aber dafür kannst du toll rechnen und begreifst die Physik wie kein anderer.“

Niko: „Ja, das ist auch der Grund, warum ich mal Physik studieren möchte. Ich meine, ich habe ja die bestmöglichen Startchancen in eine erfolgreiche Hochschullaufbahn. Mama und Papa halten mir da alle Türen offen.“ Ich denke: holla, da macht sich aber jemand Gedanken! Ich sage: „Das stimmt, deine Eltern würden jeden Studienwunsch von dir oder Viktoria fördern.“

Niko: „Ich muss jetzt auch kein Dr. Dr. werden. Es reicht mir, wenn ich einmal promoviere!“ Ich denke: ok, wer zur Hölle ist das, der mir hier gegenüber sitzt. Ist das mein 11-jähriger Neffe, der noch über Achselfürze lacht? Ich sage: „Ein Ziel vor Augen ist wichtig.“

Niko: „Ich meine, die Physik ist ein Fach mit Struktur. Das ist was mit Zukunftsperspektive. Ich will ja irgendwann auch mal meine Kinder ernähren können und ihnen eine Zukunft bieten, die ihnen nach oben alles offen lässt.“ Ich denke: samma, bin ich besoffen? Träume ich das hier? Ich sage: „Du denkst aber schon sehr erwachsen, mein junger Freund.“

Niko: „Weißt du, Teta, nur weil ich jung bin, heißt das ja nicht, dass ich mir keine Gedanken über meine Zukunft mache.“ Ich denke: Touché! Ich habe damit mit Anfang 20 nachgedacht. Ich sage: „Da stimme ich mit dir überein. Wie konkret ist dein Vorhaben?“

Niko: „Es ergibt für mich einfach alles Sinn. Die Physik hat Regeln und Formeln. Das ist meine Welt. Ich brauche feste Vorgaben, ich bin da nicht so wie andere und kann in den Tag hineinleben.“ Ich denke: wann, mein kleiner Liebling, bist du so erwachsen geworden? Ich sage: „Das ergibt Sinn. Vielleicht haben wir hier ja den nächsten Einstein sitzen.“

Niko, lächelt, sagt: „Quatsch, Einstein war ein Genie, ein Visionär.“ Ich denke: Niko, DU BIST 11!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich sage: „Aber Einstein hat auch irgendwann mal mit seiner Tante mit einer Tüte Popcorn vorm Kino gesessen.“

Niko: „Teti, du bist so herrlich unlogisch.“ Und lacht sich kaputt.

 

Mein wundervoller, kleiner Mann. Ich bin jetzt schon stolz auf das Reich, das du erbaust. Egal ob als Dr. Nikolas oder nur Niko. Du bist mein ganz persönlicher, von Herzen geliebter kleiner Held. Für immer.

25 Schwachsinns-Sexgesetze

Veröffentlicht: 7. Februar 2011 in Unmögliche Situationen

Erneute Schwachsinnsgesetze sorgten bei mir heute für Kopfschütteln:

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* In Französisch-Guayana ist Masturbation verboten. Die skurrile Begründung: Selbstbefriedigung mache geisteskrank!

*  Starren Sie in China nie einer Frau auf die nackten Füße – sonst droht Gefängnis.

*  Im US-Bundesstaat Minnesota darf kein Mann mit seiner Frau schlafen, wenn er aus dem Mund nach Knoblauch riecht.

*  In der US-Kleinstadt Hastings (Nebraska) sind Ehepaare gesetzlich dazu verpflichtet, beim Sex Nachthemden zu tragen.

*  In Estland ist es untersagt, während des Liebesaktes Schach zu spielen.

*  In Washington D.C. (USA) ist offiziell nur die Missionarstellung erlaubt.

*  Erwischt ein Ehemann in Uruguay seine Frau mit einem anderen, darf er wahlweise Ehefrau samt Liebhaber umbringen oder seiner Frau die Nase abschneiden und den Liebhaber kastrieren.

*  Der US-Bundesstaat Florida verbietet seinen Einwohnern den Sex mit Stachelschweinen.

*  Eine Verordnung der Stadt Newcastle (US-Bundesstaat Wyoming) verbietet Sex in einem Kühlhaus.

*  Licht aus in Budapest: In Ungarn ist Sex bei Beleuchtung gesetzeswidrig.

*  In 28 US-Bundesstaaten ist Oralverkehr verboten.

*  Im US-Staat Virginia dürfen Männer ihre Ehefrauen nicht mit dem Fuß aus dem Bett treten.

*  In Palermo (Italien) dürfen Frauen sich am Strand ganz nackt zeigen – Männer aber nicht.

*  Wer in englischen Pubs eine fremde Frau um Sex bittet, macht sich eines „nationalen Ärgernisses“ schuldig. Strafe: bis zu 180 Euro oder drei Monate Gefängnis.

*  Küssen ist in Russland verboten. Der Gesetzgeber meint: Solch öffentliche Demonstrationen der Zuneigung könnten zu mehr sexueller Freizügigkeit führen.

*  Auf Hawaii darf ein Mann nicht mit einer Unter-18-Jährigen zusammen sein. Verstößt er gegen das Gesetz, müssen die Eltern des Mädchens drei Jahre ins Arbeitslager, weil sie ihre Tochter „freizügig“ erzogen haben.

*  In Schweden ist es verboten, Ganz-Nacktbilder von sich selbst in einem Fotoautomaten zu machen. Nur oben oder nur unten ohne ist allerdings legal.

*  In Israel ist das Gucken von Sexfilmen in Hotels strafbar. Wer erwischt wird, kann bis zu drei Jahre im Gefängnis landen.

*  Im US-Bundesstaat Connecticut dürfen Kondome offiziell nicht verkauft werden.

*  Und in Indiana ist es nur Frauen verboten, Kondome zu kaufen.

*  Wenn Sie nach Irland fahren, nehmen Sie lieber einen großen Vorrat an Kondomen mit: Auch im streng katholischen Inselstaat sucht man vergeblich nach Lümmeltüten.

*  In Idaho wird Sex im Auto bestraft. Polizisten, die ein Paar beim Sex im Pkw erwischen, müssen hupen, drei Minuten warten und dürfen die „Übeltäter“ dann erst festnehmen.

*  In Arizona (USA) sind mehr als zwei Dildos pro Haushalt verboten.

*  In London wird Sex auf einem parkenden Motorrad mit einer Gefängnisstrafe geahndet.

SMS schreiben und NICHTS aussagen

Veröffentlicht: 7. Februar 2011 in Unmögliche Situationen

Kennt ihr diese SMS, wo ihr aufs Display starrt und euch fragt: was wollte mir der Absender damit sagen?

:

„Hallo du! Bin gerade nach Hause gekommen.“

Ich denke: TOLL, herzlichen Glückwunsch, du hast die Haustür gefunden. Oder was?

Oder:

„Ich bin müde.“ (Das war alles, was in der SMS stand.)

Ich denke: Und was soll ich jetzt dagegen tun? Wenn ich dich ohrfeigen soll, damit du wach bleibst, mache ich das gerne!

Oder:

„Weißt du, was gerade passiert ist?“

Ich denke: ja klar, ich hab doch gerade meine Wahrsagekugel angeschmissen. SAG ES ODER LASS MICH DAMIT IN RUHE!!!

Oder:

„Ich sag jetzt mal nicht, was ich denke.“

Ich denke: DANN LASS ES BLEIBEN, ICH FRAG DICH SICHER NICHT TAUSEND MAL, OB DU SO GNÄDIG BIST ES MIR ZU VERRATEN!

Oder:

„Mir ist langweilig.“

Ich denke: ich lasse jetzt alles stehen und liegen und bespaße dich, weil es der Sinn meines Lebens ist.

Oder:

„Wie gehts? Mir gehts gut.“

Ich denke: impliziert das eine Frage oder kommt das straight aus Floskelhausen?

 

 

Fazit: überlegt einfach mal 3,5 Nanosekunden, bevor ihr eine total sinnbefreite SMS verschickt. Einfach nur, um den Blutdruck eures Gegenüber nicht ins Astonomische schnellen zu lassen.

 

Ihr kennt sicher auch einige von solchen nichtssagenden SMS. Was fällt euch ein?

Spießbürgertum

Veröffentlicht: 7. Februar 2011 in Unmögliche Situationen

Wer kennt sie nicht? Die Grundfeste deutschen Spießertums? Beispiele dafür:

 

* Jeden Abend ab 20h muss die Haustür abgeschlossen sein

* Ab 22h nur noch Zimmerlautstärke

* Jeden Samstag wird der Rasen gemäht

* Jede Woche Hausflur wischen

* Eine Party muss mindestens eine Woche im Haus angekündigt werden

* STRIKTE Mülltrennung

* Simuliert einen Asthma-Anfall, wenn nebenan jemand in einer Kneipe anfängt zu rauchen

* Jede Woche zum Kegelabend gehen, obwohl man keine Lust hat

* 7 Bausparverträge und mit 45 noch Single sein

* Kleingärtnerverein, der jeden Morgen die Deutschlandfahne hisst

* Aufpassen, ob auch jeder seinen Gehweg gekehrt hat

* Spontan wie eine Eisenbahnschiene

* 40 Jahre lang PERSIL kaufen, egal ob man Persil gut findet oder nicht. Man KAUFT Persil einfach.

 

 

GOTT SEI DANK sind nicht alle Menschen so, doch ich frage mich ernsthaft, woran haben diese Menschen noch ihren Spaß außer daran, an anderen rumzumäkeln?

L wie Ockergelber Blattspanner

Veröffentlicht: 4. Februar 2011 in Unmögliche Situationen

Vor ein paar Tagen bin ich vormittags in den Genuss von sogenannten Quizbreaks zu kommen. Das sind kurze Sequenzen von gnadenlos schlechten Fragen, die vom zahlenden und anrufenden Publikum gelöst werden müssen. Zum Beispiel:

Tiere, in denen nur EIN L drin vorkommt. 3 Möglichkeiten sind offen.

Die Leute rufen massenhaft an.

Löwe – nee

Amsel – nee

Kolibri – nee

etc.

 

Die zahlenden Anrufer (50 Cent pro Anruf!!!) probieren noch und nöcher ihr Glück. Mich packt die Neugierde. Im Laufband unter der arrogant vor sich hin attitüdenden Moderatorin steht, die selber zu glauben scheint sie sei Gottes Geschenk an die Menschheit, dass man Leitung 1, 3 oder 8 treffen muss, um sprechen zu dürfen. Ich wähle…

„Herzlichen Glückwunsch, wir haben ein preiswertes Angebot für Sie. Auch wenn Sie keine der Leitungen getroffen haben, können Sie jetzt zu einem sagenhaft günstigen Preis ein Lotterielos erwerben.“

Was für ein Beschiss!!! Ich bin mir sicher, dass die Sendung zig Mal die blöden 300 Euro wieder raus hat, die sie hier als Preis ansetzen. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Spacken hier in Hoffnung auf das schnelle Geld, mit dem sie werben, anrufen („gewinnen Sie jetzt und haben Sie morgen das Geld auf dem Konto!“).

Als dann kurz vor Schluss der Sendung die Lösung aufgetan wird, platzt mir vor Wut fast ein Aneurysma.

1.) Labkrautschwärmer

2.) Dalmatiner

3.) Kabeljau

 

Wer bei solch unseriösen, zum Himmel vor Blödheit schreienden Shows anruft, sorry, verdient es nicht besser als so verarscht zu werden. Bitte, tut es mir gleich und boykottiert so einen Mist.

Das ist eine Kapitulationserklärung an unseren Intellekt!

…daaaaaas sollte man lieber lassen. Doch wenn ich ein Ereignis der letzten Woche Revue passieren lasse, hätte es gut dazu kommen können.

Ich bin vor ca. 10 Tagen in den Genuss einer ganz besonderen Bekanntschaft gekommen. Es war 21h abends und ich war mit einem Freund zum Bier in einer Osnabrücker Kneipe verabredet. Jan war bereits da und unterhielt sich an der Bar mit einem finster aussehenden Brecher Marke Vorzeigebodybiulder. Er sitzt dort mit ca. 6 anderen, ähnlich heimelig aussehenden, vertrauenserweckenden Menschen, denen ich ohne Bedenken sofort mein Leben in die Hand geben würde. *schluck* Naja, fast 😉

Ich schlenderte auf Jan zu und wollte ihn begrüßen, als mir ein 1,96m großer Typ, der aussieht wie eine Kreuzung aus Sylvester Stallone und einem Aufklärungspanzer, fast vollständig tätowiert, glatzköpfig und genauso breit wie hoch, den Weg versperrt.

Ich: „Darf ich mal durch?“

Er: „Nö!“

Ich: „Na, da muss ich wohl Gewalt anwenden und glaub mir, das willste nicht erleben.“

Er starrt auf mich herunter. Seine Augen funkeln. Plötzlich wirft er seinen Kopf in den Nacken und bepisst sich lautstark vor Lachen. Kumpelhaft haut er mir seine klodeckelgroße Pranke, getarnt als Hand, auf den Rücken und ich überlege kurzzeitig, ob ich gleich meinem Zwölffingerdarm Hallo sagen kann, weil mir meine Eingeweide aus dem Leib schießen.

Er: „Eins muss man dir lassen, du hast Mut!“

Er lässt mich durch, ich begrüße Jan und wir trinken am Tisch nebenan ein Bier. Immer wieder kommen Michael (Hulk) und ich ins Gespräch. Ich beuge mich zu ihm rüber.

Ich: „Sach mal, wat seidn ihr? Die Osnabrücker Hells Angels?“

Er gibt mir ne zärtliche Kopfnuss und sagt: „Red mal nicht so nen Müll.“ und fängt laut an zu geiern.

Ich: „Noch einmal so ne Attacke und ich muss dir leider die Nase brechen.“ und grinse ihn an.

Er fängt noch lauter an zu lachen und schüttelt ungläubig den Kopf.

Er: „Das hat sich noch niemand bei mir getraut.“

Ich: „Und dabei biste so´n Seelchen.“ und lächle. Er lächelt zurück. Keine Frage, wir mögen uns!

 

Jan und ich unterhalten uns sehr nett weiter und zwischendrin komme ich immer wieder in den Genuss eines Kommentares von Hulk.

 

Er: „Wat machstn du, wenn du grade nicht rotzfrech bist?“

Ich erzähle ihm dass ich schreibe und erwähne den Veteranenverband.

Er: „Ach DUUUUUUU bist das. Ich habn Interview mit dir gehört!!!“

Wir unterhalten uns über das Interview und siehe da: Michael war erstaunlich gut informiert über den DVv.

 

Der Abend vergeht, Jan muss früher nach Hause und ich stelle mich, wie von Michael gewünscht, noch zu ihm an die Bar.

Ich: „Aber nicht dass du denkst, das wäre ne Anmache. Dafür hast du mir zu wenig Brust.“

Er: „Glaub ich nicht. Das musste beweisen!“

Ich: „Na, dann müssen wir wohl mal in einen fairen Wettbewerb.“ und fass ihm an den sehr beeindruckenden Brustmuskel, seinen Musculus pectoralis major, wie mein schöner Merle-Schatz auf schlau weiß, der nicht einmal in meine beiden Hände vom Umfang her passen würde. Ist mir schon lange nicht mehr passiert, dass ich solch großen „Vorbauten“ in der Hand hatte. Er langt mir an die Brust und nickt anerkennend.

Er: „Meine durchtrainierter, deine schöner.“ und grinst. „Du bist schwer in Ordnung und Mumm haste!“ sprachs und packt mich am Nacken.

Ich: „Digger, wenn ich dir nicht die Nase brechen soll, lässte mich besser los.“

Michael lacht unfassbar laut auf und bestellt eine Runde für seine ganze Meute – mir inklusive.

 

 

Ein phantastischer Abend mit lustigen und schwer korrekten Jungs geht zu Ende, aber ein toller Kontakt bleibt!

Danke, Micha!!!

 

The Holy Man

Veröffentlicht: 31. Januar 2011 in Unmögliche Situationen

Am Wochenende war ich eine von geschätzt 45 Teilnehmern, die im „Zentrum Innere Führung“ in Koblenz zu einem PTBS-Workshop vom Verteidigungsministerium geladen waren.

Alles in allem sehr, sehr produktiv. Sehr informativ. Sehr emotional.

Doch darüber hinaus bin ich in den Genuss der coolsten christlichen Andacht gekommen, die ich je erleben durfte. Eigentlich hatte ich nicht vor daran teilzunehmen, doch als meine Kameraden vom Frühstückstisch aufstanden und den Weg in das Plenum suchten, dackelte ich nichtsahnend hinterher und fand mich im großen Besprechungssaal wieder.

Am Klavier saß der ranghöchste Offizier und spielte in einer leidenschaftlichen Lautstärke ein jazzähnliches Lied, das mir nicht weiter bekannt war – und doch war ich fasziniert diesen mächtigen Mann in solch musikalischer Inbrunst zu sehen.

Ich nahm Platz, einer der führenden Offiziere des Sanitätsamtes setzte sich neben mich und raunte: „Ich seh schon, ich hab den falschen Anzug an.“ – grinste, zwinkerte und schlug das Gesangbuch auf.

Nun ging die Show los. Der stylischste, bestgekleidetste und hipste Pastor, den ich je gesehen habe, eröffnete die Andacht mit einer vor klugem Witz triefenden Predigt, die in einem Satz gipfelte, der mich fast hat einnässen lassen. Er sprach von den Reformmaßnahmen des Ministers, die er, wie ich auch, für gut befand und schloss mit den Worten: „…aber hat nicht jeder von uns so eine bayrische Krawall-Lederhose im Schrank hängen???“

 

Ich geh fast ein vor Lachen und werde gleich durch ein Lied abgelenkt, das der Pastor anstimmt. Ein amerikanisches Stimmung-Kirchenlied (Titel ist mir entfallen, klang aber cool).

 

Mir war nicht bewusst, dass so ein wichtiges Treffen einen so unerwarteten Höhepunkt findet. *DAUMEN HOCH*, sehr cool, Herr J.! Wir sehen uns auf jeden Fall wieder!